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Experiment: 19 kHz Pilotton auf Kassetten — Tracking möglich?




Das Diagramm* zeigt die Wiedergabe einer Kassettenaufnahme, bei der während der Aufnahme ein relativ starker 19 kHz Pilotton zum Audiosignal hinzugefügt wurde. Es handelte sich um eine überspielte Eisenoxid-Kaufkassette älterer Bauart, warscheinlich aus den 1970er oder 1980er Jahren. Wie man sieht, ist selbst mit der damaligen Bandqualität der Pilotton immer noch schwach vorhanden und auch vom eigentlichen Audiosignal weit genug getrennt, um ausgewertet zu werden. Mit modernen Chromdioxid-Kassetten sollte der Pilotton nach der Aufzeichnung stärker präsent sein.


Wenn der aufgezeichnete Pilotton nach einem Hochpassfilter und Schmitt-Trigger stark genug ist, sodass ein Mikrocontroller die Signalflanken erkennen und die Frequenz des Signals genau genug messen kann, kann ein Tracking-Mechanismus ähnlich dem von VHS-Kassettenlaufwerken gebaut werden, der die Bandgeschwindigkeit anhand des Pilottons genau einstellt und somit Geschwindigkeitsdifferenzen als eines der nervigsten Probleme beim analogen Abspielen von Kassetten behebt.

*: Der Audioteil des Diagramms wurde aus urheberrechtlichen Gründen unscharf gemacht, sodass das Musikstück nicht mehr erkenntlich ist.

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