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Eigenbau Kassetten-„Walkman“: Aktueller Stand



So sieht der aktuelle Stand meines selbstgebauten „Walkman“ auf Basis eines Kassettenlaufwerks aus einem Autoradio aus. Seit heute ist das Potentiometer zur Lautstärkeregelung angeschlossen, welches noch original vom Autoradio stammt, jedoch am „kratzen“ ist, sodass ich dort vielleicht ein neues brauche. Es kommen noch einige Störgeräusche vom Motor am Audioausgang an, was aber bei lauterer Musik nicht mehr auffällt. Die Tonqualität des Tonkopfes ist auf normalem Niveau, nachdem ich an der Azimuth-Stellschraube gedreht habe. Lediglich die Masseleitung für die linke Tonspur muss nochmal neu gelötet werden, da es dort einen Wackelkontakt gibt.

Beim Laufwerk selbst läuft der Capstan etwas unregelmäßig, was sich durch eiern bemerkbar macht. Vielleich behebt sich das Problem von selbst nach ein paar Betriebsstunden. Immerhin gibt es keine Geschwindigkeitssprünge während der Wiedergabe, was eventuell mit dem simplen Laufwerksdesign (Kupplung direkt am Capstan) zusammenhängen kann.

Was super funktioniert ist der Autostopp. Im Laufwerk drückt ein kleiner Kunststoffzahn sanft auf das Band der Kassette. Ist keine Kassette eingelegt oder das Ende eine Seite entweder durch Vorspulen oder Abspielen erreicht, wird der Zahn vom straffen Band nach oben gedrückt. Über einen Metallarm wird dann ein Taster ähnlich dem einer PC-Maus gedrückt, der den Kontakt zweier Leitungen unterbricht. Ich habe die Leitungen mit dem Pluspol des Motors verbunden, sodass dieser am Ende des Bandes sofort ausgeht und beim Einlegen eine Kassette sofort angeht. Der Taster schafft problemlos die hunderte von Miliampere, die der Motor braucht.

Interessanterweise ist die Geschwindigkeit des Motors bei einer Betriebsspannung von 12V die korrekte Geschwindigkeit für Kassetten und nicht etwa zu schnell oder zu langsam. Das deutet darauf hin, dass die Originalschaltung des Autoradios bei höheren Spannungen (bis 13,8V) eine Regelung verwendet haben muss, die die Spannung zum Motor absenkt.


Auch wenn das Laufwerk ein dauerhaftes Problem am Capstan haben könnte, so ist es vielleicht ideal zur Entwicklung einer digitalen Motorsteuerung, die nervige Probleme beim analogen Abspielen von Kassetten (eiern, plötzliche Geschwindigkeitssprünge) mit PWM und Drehzahlmessung (und ggf. einem 19 kHz Pilotton vom Band) ausgleichen kann. Zudem könnten auch andere Geschwindigkeiten als 4,76 cm/s damit möglich sein.


An der Schaltung vom Audioverstärker fehlen noch die passenden Widerstände, um die Musik vom Band richtig laut auf die Kopfhörer geben zu können. Bass fehlt auch, sowie ein Umschalter zwischen Eisenoxidband und Chromdioxid- und Metallband.

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Beim Einfügen des Bildes ist was schief gelaufen. Daher hier nochmal:

Konrad diaspora
Wie bei Schallplatten auch brauchst Du noch einen "Entzerrer". Die niederfrequenten Schwingungen erzeugen nicht so starke Ströme in den Spulen der Tonabnehmer/-köpfe und somit müßen diese extra verstärkt werden. Hatte mir mal ein Extra-Laufwerk (gabs früher für Autoradios, da diese erst später auch ein Kassettenteil hatten. Dafür gabs bei den Radios eine DIN-Buchse die Audio und Stromversorgung herstellte und die Abschaltung des Radiosounds machte) fürs Auto (Goggo) elektronisch aufgepimpt, die Mechanik gelassen. Die Schaltung war glaube ich entlehnt aus einem elektor Buch - vielleicht findest Du ja was im Netz, sonst schaue ich mal ob ich noch was finde...
Danke für den Hinweis bezüglich „Entzerrer“. Ich hatte die Vermutung, dass bestimmte Kondensatoren auf der Schaltung unpassend wären und daher kaum Bässe hörbar wären ;)